27.02.2007 – Börse Shanghai: Größter Kurssturz seit 10 Jahren

Wie angesichts vorher explodierender Kurse und Überhitzung zu erwarten war, stürzte die Börse in Shanghai kräftig ab. Mit 8,84% Verlust war dies der größte Kurssturz an einem Tag seit über 10 Jahren. Die Angstwelle vor Kursverlusten griff nur leicht auf die anderen asiatischen Börsen über, im Anschluss liefen aber auch die eröffnenden europäischen Börsen in den roten Bereich.

Blutrot sind die Aktienbörsen jedoch noch keineswegs, da an den meisten Börsen die Unterstützungslinien des Aufwärtstrends noch nicht durchbrochen sind. So ist auch die Frage noch nicht entschieden, ob es sich um eine kurzfristige, auf die Sondersituation China und speziell Shanghai bezogene Kursdelle handelt oder daraus eine nachhaltige Abwärtsbewegung entstehen könnte.

Jedenfalls könnten sich aus den Vorkommnissen heraus die bislang historisch niedrigen Risikoprämien für Aktienspekulation erhöhen, was mit zur überschießenden Liquidität im Wunderland der Aktien- und Finanzderivate mit hoher Hebelwirkung geführt hat.

Ein größerer Abzug von Liquidität durch Bindung des Kapitals an erhöhte Marginanforderungen bei Spekulationskrediten (höhere Margin Calls) könnte im Prinzip zu sinkenden Kursen und möglichen weiteren Verkäufen führen, die die Aktienkurse aber wahrscheinlich auch Kurse andere Assetklassen in den Sinkflug bringen.

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