Einbruch bei US-Auftragslage für Investitionsgüter und dauerhafte Konsumgüter

22.02.2007 Gemäß Regierungsbericht hat sich die Auftragslage für dauerhafte Güter im Januar 2007 stark eingetrübt. Sie lagen mit – 3,1% unter den Erwartungen. Besonders betroffen waren dabei die Aufträge für Investitionsgüter der Wirtschaft (ohne Rüstungsindustrie), die mit einem Minusrekord von 19,9% (!) auffielen. Bei den Transportgütern (Flugzeuge, Kfz, etc.) fielen die Aufträge um 18%, bei Autos um 5,1%.

Die aktuellen US-Investgüter-Auftrags-Zahlen und der Kurssturz der Shanghiaer Börse am Morgen haben auch an der Wallstreet die Kurse eingetrübt. Die größten Einbrüche waren jedoch bei den Emerging Markets zu verzeichnen.

Nur der US-Verbraucher scheint sich noch von allem unbeirrt im Konsumrausch zu befinden: Nach Ergebnissen des Conference Board, eine Forschungsgruppe aus New York erreichte das US-Verbrauchervertrauen im Februar 2007 jetzt einen 5 1/2 jährigen Höchststand. Und das, obwohl die US-Immobilienpreise für Wohnhäuser im Januar 2007 weiter verfallen und einen Preisverfall von 3,1% gegenüber dem Vorjahr einnehmen, wie die National Association of Realtors in den USA bekanntgab. Gegenüber dem Rekord-Höchststand im Juli 2006 fiel der mediane Marktpreis sogar um 8,5%. Natürlich ist das auch ein Schlag ins Kontor der Immobilienunternehmen, der Bauträger und der im Hypothekenbereich engagierten US-amerikanischen Finanzinstitute und der Investoren, die von diesen derartige gebündelte Hypothekenanleihen erworben haben.

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