Hungerkarte: Im Bett spart man Kalorien

Nach dem 2. Weltkrieg und der unglaublichen Zerstörung und Vernichtung durch den von den Nazi angezettelten Welteroberungskrieg mussten sich die meisten Deutschen erstmal durchs Leben hungern. Wer nicht arbeiten konnte, bekam Lebensmittelkarten mit besonders niedrigen Mengenkontingenten. Und auch diese Kontingente konnten überhaupt nur dann bezogen werden, wenn es diese Mengen im Geschäft überhaupt gab. Erinnerungen wie folgende stellen die Situation dar:
Nun Anfang Juni 1945, sollte es ein kleines bisschen besser werden. Die Geschäfte richteten sich so langsam wieder ein. Dan wurden die neuen Nachkriegs Lebensmittelkarten eingeführt. Sie bestanden für drei Klassen: ”Sonstige Bevölkerung” (für die nicht arbeitenden), ”Arbeiter” (für die arbeitenden), und ”Schwerarbeiter” für die (schwerarbeitenden). Die Karte für ”Sonstige Bevölkerung”, war die sogenannte Hungerkarte, auch die anderen Karten waren nicht sehr zureichend. So das man sagte, ”zum Leben zu wenig!, aber zum Sterben zu viel!…

Viele starben in den ersten Nachkriegsjahren aufgrund von Mangelernährung und Krankheit. Und viele, die die Hungerkarte erhielten und nicht arbeitsfähig waren oder Arbeit finden konnten, legten sich ins Bett, um mit weniger Kalorienverbrauch bessere Überlebenschancen zu haben. Betroffen waren insbesondere Frauen und alte Menschen von der “Hungerkarte” oder “Himmelfahrtskarte” (Lebensmittelkarte 5).

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