Neuer Schuldenstand in den USA: 2006 um 3 Billionen Euro gestiegen

Beim Schulden machen Jagd ein Rekord den anderen. In den USA sind 2006 die dortigen Schulden um weitere 9%, in Zahlen um 3,9 Billion (rd. 3 Billion Euro) auf insgesamt 48 Billionen US $ gestiegen. Dieser Wert enthält noch nicht einmal die ungedeckten zukünftigen US-Renten- und Sozialversicherungsansprüche. Die Auslandsverbindlichkeiten stiegen um 1 Billion US $. Eine Billion sind 1000 Milliarden oder 1000 mal 1000 Millionen.

Die Schuldenblase bläst sich immer schneller auf, die USA werden dabei immer abhängiger von Gläubigern aus dem Ausland und deren Krediten für die wachsenden Schuldenberge der Verbraucher – die mehr verbrauchen als sie verdienen – sowie Staat und Wirtschaft. 72% des gesamten US-Schuldenberges wurden erst nach 1990 angehäuft. Sehr viel mehr Zahlenmaterial bietet der von M.W. Hodges herausgegebene “Grandfatherreport“. Verteilt man heute die Schuldenlast der USA auf die US-Bürger ergeben sich 161.000 US $ an Schulden pro Kopf. Einschließlich der Kinder.
Da die Schulden jährlich exponentiell steigen entsteht zunehmend die Frage: Wer wird diese Schulden überhaupt je einmal zurückzahlen können? Der seit einigen Monaten ins Amt berufene US-Notenbankpräsident Ben Bernarke hat vor einiger Zeit einmal erklärt, dass er notfalls mit dem Hubschrauber Geldscheine in die Städte werfen werde, wenn das Geld knapp werden sollte. Seither wurde ihm der Spitzname “Helicopter-Ben” verpasst. Mit der Geldpresse wäre eine Entschuldung zwar prinzipiell möglich, hätte aber fatale Konsequenzen für die Finanz- und Währungsmärkte.

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