Bei Aktien immer die höchsten Gewinne?
Jahrzehntelang war auch im Glauben, dass man mit Aktien zwar höhere Risiken eingeht, langfristig aber eben den größten Gewinn durch steigende Kurse erzielt. Schließlich wird das jedem Anleger im Grundkurs Geldanlage gepredigt.
Wie aber verträgt sich das dann mit folgendem Sachverhalt: Der Dow Jones stand 1929 im Höchststand vor der Weltwirtschaftskrise bei 380. Diese 380 US $ entsprachen damals 19 Unzen Gold. Heute im April 2007 steht der Dow Jones bei über 13.000, also mehr als dem 30fachen des Werts von 1929. Aber dennoch bekommt man auch heute nur 19 Unzen Gold für 13.000 US Dollar!
So muss man sich fragen, wo denn der ganze angebliche Kursgewinn geblieben ist. Offenbar war das alles nur Illusion der Inflation. Hätte man sich damals statt dem Dow 19 Unzen Gold gekauft, könnte man heute fast 80 Jahre später genauso viel Aktienwert in US $ kaufen wie damals. Dabei wird hier auch nicht X und U verglichen. Sondern es wird sogar – positiv für die Aktienbewertung vom absoluten Höchststand des Dows 1929 ausgegangen, der dann bis in die 50er Jahre des 20. Jahrhundert nicht mehr erreicht wurde.
Natürlich sollte man nicht die Dividenden vergessen! Auf Gold gibt es keine Dividenden, es sei denn man fungiert als Stillhalter, als Goldverleiher. Aus den doch meist recht schmalen Dividenden lassen sich aber die angeblichen realen Riesengewinne mit Aktien kaum herleiten.
Mehr dazu in einem Beitrag von Peter Schiff.

Am 9. Mai 2007 um 13:21 Uhr
Hmm – ist der Dow Jones (oder andere Aktienindices) denn in der Maßeinheit Dollar? Ich dachte, das wäre ein abstrakter Wert. Oder nur ein Durchschnitt aus x Wertpapieren, die ja tatsächlich je eine bestimmte Menge Geld zu einem bestimmten Zeitpunkt wert sind?