Ist Ackermann der Dieter Bohlen der Finanzbranche?

Als vor kurzem Ackermann erklärte, die Deutsche Bank wolle kein Bailout-Money vom Staat nehmen und er selbst würde sich schämen, von dort sein Geld gezahlt zu haben ging ein Aufschrei im Land um.

Für mich war das aber vor allem eine geschickte,  hervorragende PR-Inszenierung von Ackermann für die Deutsche Bank, PR, wie sie dies eben auch Dieter Bohlen so gut beherrscht. Ohne dass es die Bank nur einen Pfennig kostete, ging ein Medienrummel los.

Und die zwangsweise mitkolportierte Botschaft hieß: Im allgemeinen Bankensterben ist die Deutsche Bank so gesund, dass sie kein Notgeld vom Staat braucht. Was natürlich bedeutet: Die Kunden werden hier wahrscheinlich nicht panisch ihr Geld abziehen. Und womöglich kommen sogar Kunden anderer Banken, die in ihrer Panik jetzt ihr Geld bei der vermeintlich gesunden Deutschen Bank anlegen und von ihrer jeweiligen Zombie-Bank abziehen, die dadurch wegen Einlagenverlust gehebelt weiter in die Krise gerät.

Tatsächlich kann auch die Deutsche Bank massiv ins Schleudern kommen, da sie auch außergewöhnlich hohe Kreditausleihungen und andere Risikogeschäfte unterhält, die – da las ich unterschiedliche Zahlen – etwa das 20fache bis 35fache des Eigenkapitals ausmachen. Das liegt in der Größenordnung der US-Pleitebanken bevor die Pleite kam. Denn bereits ein Hebel von 20 bzw. 35 zum Eigenkapital bedeutet: Es muss nur ein Verlust von mehr als 5% bzw. unter 3% bei den Kredit- und Derivatgeschäften eintreten, dann wäre auch die Deutsche Bank pleite. Mr. Ackermann versteht es sehr gut im Wald zu pfeifen ohne dass es zu vielen auffällt.

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