Achtung: Entwicklung US $, Goldpreis und Goldminenaktien

27. September 2007

Betrachtet man die aktuelle Entwicklung von Goldpreis, Goldminenaktien und US $ so stehen alle drei an neuen Ufern: In US $ ausgedrückt war der Goldpreis vor ein paar Tagen so hoch wie seit 27 Jahren nicht mehr und auch die Goldminenaktien haben sich in US $ den Chartspitzen von Mai 2006 genähert. Psychologisch wurden damit die bisherigen Grenzwerte (US $ Index unter 79, Gold über 730 US $, sowie der gestiegene HUI und XAU-Index) mehr oder weniger geknackt. Das eröffnet charttechnisch den Weg nach oben, bzw. beim US $ nach unten.
Allerdings sollte man hinsichtlich der Minenaktien folgendes beachten: Wenn der Goldpreis in US $ steigt, aber die Minen in Ländern wie Canada, Australien, usw. liegen, wo die Währung gegenüber dem US $ ebenfalls massiv ansteigt, dann werden die anteiligen Produktionskosten in diesen Minen natürlich in US $ gerechnet ebenfalls steigen! Somit steigen mit dem steigenden Goldkurs in US $ eben nicht unbedingt automatisch auch die Gewinne dieser Goldminen, weil deren Kostenstruktur (Löhne, Investitionen, Höhe der Kreditzinsen, etc.) sich großteils nach anderen Währungsräumen bestimmt.

Nur soweit die Steigerungen beim Goldpreis auch in den jeweiligen Währungen eine tatsächliche Steigerung bedeutet, die Gold-Preissteigerung also über dem Verfall des US $ liegt, sind auch tatsächlich steigende Gewinne bei den jeweiligen Minenaktiengesellschaften erwartbar. Ansonsten wären Kurssteigerungen nur Psychologie aber weniger fundamental renditebezogen begründet. Tatsächlich ist der Goldpreis jedoch charttechnisch auch im derzeit starken Euro nach oben durchgebrochen. Jedoch sind die Gewinne für viele Goldproduzenten wegen der Goldpreissteigerung bei weitem nicht so spektakulär, wie man sich das ausrechnen könnte, sofern man sich nur die Goldpreisentwicklung in US $ ansieht.

US-Einfuhrzölle auf Chinaware und die chinesische US-Staatsanleihen-Bombe

27. September 2007

Haben Sie sich schon mal überlegt, was die Chinesen machen, wenn für die USA die Einfuhrzölle für chinesische Waren drastisch erhöht werden? Dariel Schoon (PDF, engl.) erläutert hier in einem interessanten Beitrag, dass der US-Senat noch im Herbst 2007 beschließen will, für China-Importe 20% Zoll zu erheben.

China muss mit seinen 1,3 Billionen US $-Anleihen angesichts des galoppierenden US-Dollarverfalls und sinkender Kurse für US-Anleihen im Kombi-Doppelpack massive Verluste hinnehmen. Und auch die Chinesen dürften längst erkannt haben, dass sich diese Verluste angesichts der Zins- und fortgesetzten Schuldenpolitik der USA ziemlich sicher massiv ausweiten werden. Schließlich hat der US-Notenbankpräsiden Bernanke ja bereits erklärt, er werde im Krisenfalle notfalls mit dem Hubschrauber Dollarscheine über den Städten abwerfen. Mit dieser eventuell bevorstehenden, für die USA und die Weltwirtschaft allerdings sehr risikoreichen Geldinflationspolitik dürften die USA durch den so massiv fallenden Dollar auch einen Großteil ihrer riesigen Auslandsschulden loswerden.

Da kann man sich sehr gut vorstellen, dass China eigentlich keine Lust mehr auf US-Staatsanleihen hat und am liebsten diese fallenden Papiere loswerden möchte. Ein guter Anlass dafür wären die geplanten Strafeinfuhrzölle für China. Bleiben die ständigen Auslandsinvestitionen in US-Schuldpapiere aus, die vom 1. zum 2. Quartal 2007 bereits um rd. 20% gesunden sind, kann man in den USA von steigenden Zinsen bei längerfristigen Darlehen ausgehen und von einem fortgesetzen rapiden Dollarverfall.

Und die Chinesen könnten sich auch sagen, dass sie ihr Geld lieber anderswo in der Welt anlegen, damit den USA die Rüstungskasse ausgeht – so soll gerade der Rüstungsetat der USA von bisher für 2008 geplanten 130 Mrd. US $ um +50% auf 190 Mrd. US $ gesteigert werden. Letztlich zahlt das ja wesentlich auch China, das aber im Irak und Iran ganz andere Interessen hat, als die USA, die diese Wehretaterhöhungen ja für ihre Dominanzpolitiken in dieser Ölregion der Welt einsetzen. Dreht China womöglich den USA den Kreditgeldhahn zu, dürfte es den aktuell noch als Leitwährung geltenden US $ weiter in die für die nächsten Jahre anstehende Weltwährungskrise hineinziehen.

Sollte immer weniger Auslandsgeld zur Begleichung der Konsum- und Kriegsschulden in den USA bereitstehen, so wird die US-Notenbank voraussichtlich entsprechend mehr Geld über die “Druckerpresse” der Notenbank zur Verfügung stellen. Diese Geldinflationspolitik benötigt inzwischen ja längst kein Papier mehr, sondern funktioniert nunmehr als rein elektronische Geldmengenvermehrung.

Vom Gesamtszenario weiter profitieren dürften Edelmetalle und Edelmetallaktien.

“Schäfer beim ZDF”: Zahlen wir GEZ für ZDF-Schafherde?

26. September 2007

Und sind gemäß Rundfunkgebührenstaatsvertrag Schafe mit RFID-Chip (Implantat) eigentlich in Biomasse (Schafspelz) gehüllte neuartige Rundfunkgeräte? Sind Schafe rundfunkgebührenpflichtig?

Einem Lebenslauf im Internet ist zu entnehmen, dass das ZDF eine Schafzucht mit 160 ausgewachsenen Schafen und 70 Lämmern betreibt oder wenigstens früher mal betrieben hat.

Werden oder wurden tatsächlich über GEZ-Gebühren zumindest 230 öffentlich-rechtliche Schafe finanziert? Und gibt es wirklich einen Schäfer beim ZDF? Nach oben verlinkter Arbeitsbiografie wurde jedenfalls eine Krankheitsvertretung für den Schäfer des ZDF übernommen:

“Durch Bandscheibenprobleme benötigte der Schäfer vom ZDF eine achtwöchige Vertretung beim Hüten von 160 ausgewachsenen Schafen und 70 Lämmern.

  • Markierung von neuer Lämmern und ihren Muttertieren
  • Überwachung, dass neugeborene Lämmer Biestmilch ihres Mutterschafes erhalten
  • eventuell Abtrennung neuer Lämmer und ihrer Muttertiere von der Herde in eigenen Pferch
  • Begrenzung der Weidetätigkeit mit Hilfe eines Hütehundes und z.T. Elektrozäunen gegen Rindenabfraß bei jungen Bäumen
  • Versorgung der Schafe mit Trinkwasser
  • Abendliches Treiben der Herde in den Pferch
  • Morgendliches Treiben der Herde zum Weidegrund”

Nur das keine Missverständisse aufkommen: Als Nichtgebührenzahler und Naturliebhaber finde ich die Idee, Rundfunkgebühren zur “Begrenzung der Weidetätigkeit mit Hilfe eines Hütehundes und z.T. Elektrozäunen gegen Rindenabfraß bei jungen Bäumen” zu verwenden ganz sympathisch. Das Geld ist so jedenfalls meiner Meinung nach besser angelegt, als an Gottschalk, usw. noch mehr Millionen an Honoraren zu zahlen. Schafe sind da weitaus preisgünstiger und auf diese Weise wird verantwortungsvoller mit dem Geld der Rundfunkgebührenzahler umgegangen.

Dabei wäre natürlich zusätzlich zu prüfen, ob nicht jedes Schaf grundsätzlich rundfunkgebührenpflichtig ist. So könnten nicht nur Wolle, Leder und Fleisch produziert, sondern auch umfangreich GEZ-Gebühren aus dieser Nutztierhaltung abgeschöpft werden.

Für die Gebührenpflicht spricht zunächst, dass der Schäfer ziemlich sicher ein Handy dabei haben dürfte, über das natürlich auch SMS an E-Mailadressen verschickt werden können und umgekehrt. Also handelt es sich beim Schäfer-Handy klar um einen mit dem Internet verbundenen Computer! Die Schafe sind dann vom Grundsatz her potentielle Mitnutzer eines neuartigen Rundfunkgeräts. Denn auch wenn die Schafe das Handy nicht aktiv nutzen sollten, könnte die Rundfunkgebührenpflicht entstehen. Die Gebührenpflicht hängt ja nicht von der tatsächlichen Gerätenutzung ab, sondern von der Bereithaltung eines Rundfunkgeräts.

Und ein ZDF-Schaf kann prinzipiell tatsächlicher Rundfunkteilnehmer sein: Wenn der Schäfer mit jemandem telefoniert, der gerade Radio hört und dann das Schaf das Telefonat des Schäfers und damit auch Radio mithört, nimmt es schließlich auch am Rundfunk teil. Die geringe Lautstärke bei der Wiedergabe beim Mithören für das Schaf ist da nebensächlich. Und der Schäfer könnte auch die Lauthörtaste am Handy drücken.

Viel wichtiger bei der Prüfung der Frage der Rundfunkgebührenpflicht für Schafe ist aber, ob den ZDF-Schafen – wie inzwischen vielen Haustieren – bereits ein Chip wegen Wiedererkennung implantiert wurde, was ja zunehmend auch gesetzlich – auch über EU-Richtlinien – für Haustiere vorgeschrieben wird.

Solche RFID-Chips sind ebenfalls eine Art Computer – sogar mit Sendefähigkeit. Und man könnte die Chips vom Prinzip her ja auch ans Internet per Mobilfunk auf der Weide anschließen, beispielsweise über das Handy des Schäfers. Folglich liegt hier ziemlich klar eine betriebliche oder private Nutzung von Computern vor, was die Rundfunkgebührenpflicht für alle per Chipimplantat computerisierten Schafe nach sich zieht.

Unterstellt man eine ausschließlich private Nutzung und keine betriebliche Nutzung der Chips durch die Schafe, könnte man eine gesetzliche Erstgerätegebührenpflicht für jedes Schaf annehmen. Schließlich ist allgemein bekannt, dass Schafe normalerweise keine herkömmliche Radio oder Fernseher bereit halten. Daher muss es sich beim Chipimplantat auf jeden Fall um ein Rundfunk-Erstgerät handeln!
Aus dieser Sicht des Rundfunkgebührenstaatsvertrags wären Schafe mit implantiertem Chip eigentlich nur innovative neuartige Rundfunkgeräte in Biomasse (im Schafspelz) dar. Bei der ZDF-Schafherde ergäben sich aktuell jährliche GEZ-Zusatzeinnahmen in Höhe mehr als 230 Schafen x >60 Euro, d.h. von über 13.800 Euro pro Jahr.

Im Bereich der Schafszucht könnten gebührenfinanzierte neue, mit Schafskopfprämien verprovisionierte Arbeitsplätze für Rundfunkgebührenbeauftragte geschaffen werden, die auf Prüfungen der Chipimplantate bei Schafherde im land- und forstwirtschaftlichen Außendienst spezialisiert sind. Natürlich mit noch neu einzuführenden Erschwernis- und Wetterprovisionszulagen.

All das ist aber nur ein rein theoretisches Modell – zumindest bei den ZDF-Schafen. Gemäß § 5, 9. Rundfunkgebührenstaatsvertrag sind nämlich alle Radiogeräte der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten von der Rundfunkgebührenpflicht befreit.
Für alle ZDF-Mutterschafe, ZDF-Lämmer und Böcke sowie der ZDF-Schäfer gibt es jedenfalls Entwarnung. Von einer eventuellen Rundfunkgebührenpflicht sind eventuelle öffentlich-rechtliche Schafe – sei es in der Lüneburger Heide oder anderswo in Deutschland – grundsätzlich ausgenommen. Betroffen wären nur sonstige Schafe, Schäfer oder Schafhalter.

Interessant dazu ist auch die Bemerkung zum Thema von Kurt Beck nach Berliner Zeitung vom 05.11.2004 zur Einigung über die neue Rundfunkgebühr: “Ich fühlte mich wie ein Schäfer, der eine Schafherde hüten soll und keinen Hund zur Seite hat.” Vielleicht kann Kurt Beck mal beim ZDF-Schäfer nachfragen?

Drei historische Ereignisse: US $, Öl- und Goldpreis

12. September 2007

Den heutigen 12. September 2007 kennzeichnen drei historische Kursdaten:

  • Der US-Dollar hat zum Euro einen neuen historischen Tiefststand erreicht. Nicht nur das – auch gegenüber einem gewichteten Währungskorb internationaler Wähungen ist der US $ mit 79,19 unter die waagerechte Begrenzungslinie gefallen ist, die seit den 80er Jahren wiederholt gehalten hat. Bestätigt sich dies, so ist der Weg des Dollars nach unten frei.
  • Der Ölpreis hat mit über 80 US $ pro Barrel einen neuen historischen Höchststand erreicht.
  • Der Goldpreis hält sich bei 710 US $ / Unze, ein Preis der seit 1980 (mit 850 US $ an der Spitze) bisher nur noch einmal in 2006 (mit 730 US $) überschritten wurde.

Dies alles ereignet sich erstaunlicherweise auf den Märkten, ohne das Panik einsetzt. Das erinnert etwas an Zeichentrickfilme: Der Reiter oder die Personen sind schon über den Rand des Abgrunds gelaufen und treten dort noch einige Zeit in der Luft auf der Stelle, bis sie die Schwerkraft erfasst.

Worauf könnte man sich einstellen? Auf jeden Fall wird die Immobilienkreditkrise in den USA noch sehr viel stärkere Beben im Finanzsektor auslösen als dies bisher der Fall war. Die sogenannten Jumbo-Mortgage-Hypothekenkredite, bei denen jahrelang in den USA beim Hauskauf Käufer ohne finanzielle Reserven und nennenswerte Einkommen, d.h. ohne Sicherheit nicht nur die Immobilie zu 100% finanziert wurde, sondern sogar noch Bargeld mit ausgezahlt wurde und die erste Zeit sogar keine Kredite zurückgezahlt werden mussten werden jetzt Zinsen fällig. Und die sind jetzt extrem hoch, so dass die ehemaligen Häusleerwerber daran garantiert pleite gehen werden. Auch bei den variablen US-Hypothekenkrediten (AMR), bei denen in 2003 bis 2005 nur extrem geringe Zinsen zu zahlen waren, werden jetzt um ein Vielfaches höhere Zinszahlungen fällig. Der große Berg der hochschnellenden Zinsbelastungen, die viele Käufer nicht durchstehen werden, steht erst bevor. Die Pleitewelle beginnt also erst jetzt richtig, was die Hauspreise verbilligen und die Beileihungsgrenzen weiter reduzieren wird.

Die derzeit größte Bubble ist jedoch nicht die weltweit aufgeblasene virtuelle Geldmenge, sondern das immer noch ungebrochene Verbrauchervertrauen in den USA. Immer noch 2007 mehr ausgegeben als im Vorjahr und die Sparquote tendiert gegen Null oder ist gar negativ. Natürlich wünscht sich kaum einer die voraussehbare Kontraktionsspirale, die entsteht, wenn die überschuldeten US-Verbraucher, die von den Darlehen der Welt bisher gut konsumieren konnten unter den Zwängen der materiellen Verhältnisse umdenken oder die Banken und die Welt einfach keine Kredite mehr dafür ausgibt, bzw. nur noch zu sehr hohen Risikoprämien.

Jedem ist klar, dass sich der US-Dollar nach Bruch der Marke von 80 beim Dollarindex mittelfristig erheblich verbilligen dürfte. Das wird aber das Auslandskapital verscheuchen, das bisher Billionen US $ an Anleihen gekauft hat. Für das Risiko, beim Investment in US $ durch den Dollarcrash abgestraft zu werden, wird das Kapital aus dem Ausland zusätzliche Zinsen als Kompensation verlangen. Das dürfte das Zinsniveau in den USA trotz Leitzinssenkung und Dollarcrash verteuern, wodurch dann die dortige Konjunktur weiter abgewürgt wird. Das bedeutet natürlich auch, dass bei Leitzinssenkungen der FED diesmal – anders als bis 2003 – die konjunkturstimulierenden Wirkungen völlig ausbleiben könnten, weil niedrigere Zinsen die Flucht aus dem Dollar verstärken dürften.

Da in diesem Fall die Gefahr einer weltweiten Konjunkturkrise droht, dürften die Notenbanken, G8, usw. konzertierte Aktionen auf den Finanzmärkten durchführen. Ob dies etwas nützen wird, wird man sehen. Zumindest könnte dies vielleicht einen drohenden Gesamtcrash von Konjunktur und Finanzwesen in einen weniger krassen Abschwung verwandeln. Möglich sind Währungsinterventionen, Rettungsdarlehensausreichungen zu Niedrigstzinsen und bei steigenden Goldpreisen auch Golddumping-Aktionen durch Bestandsverkäufe der Notenbanken. Auf diese Weise könnte man versuchen durch künstliches Preisdrücken die Goldpreise – beispielsweise durch Goldauktionen mit großen Mengen – die Psychologie bei den Papierwährungen zur retten. Ob das weiterhin gelingt – wie seit den 70er Jahren immer wieder einmal praktiziert – darf durchaus bezweifelt werden. Wenn die Leitwährung US $ erstmal einen echten “Knacks” weg hat, dürften solche Aktionen möglicherweise vom Publikum nicht mehr Ernst genommen werden. Ob ebenfalls mögliche heimliche Interventionen an den Finanzmärkten, speziell an den Derivatebörsen – beispielsweise durch das US Plunge Protection Team – greifen werden, muss man sehen. Die durch die jetzt seit Jahrzehnten aufgebauten Ungleichgewichte könnte so groß sein, dass die bisher bewährten Kopfschmerztabletten nicht mehr greifen.

Im Gesamtszenario dürfte in diesem Fall nicht nur Gold glänzen, sondern auch sonstige Werterhaltsmöglichkeiten durch reale, physische Werte jenseits von insolvenzgefährdeten Anleihen, Zertifikaten im Bereich von Rohstoffen, Agrarflächen, Immobilien, usw. – sofern diese durch die bereits bestehende Finanzbubble im Assetpreis nicht vielfach schon sowieso überteuert sind. Dies dürfte insbesondere für Immobilien in vielen Weltregionen wie USA, Asien und in Europa Großbritannien, Spanien, Frankreich, usw. der Fall sein. In Deutschland sind die Immoblienpreise durch die massive Immobilienkrise der 90er Jahre nach dem Spekulationsboom eher noch moderat. Dass sich hier sehr viele Investoren blutige Nasen geholt haben, ist in Deutschland durchausnoch im Anlegerinstinkt noch präsent.

Bubble-Kurse der Börsen jetzt am Platzen? Warnung vor Zertifikaten!

16. August 2007

Seit etwa 1980 steigen die Aktienkurse ins schier Unermessliche. Treibstoff dafür sind insbesondere nach dem großen Dotcom-Crash seit 2000 die künstlich weltweit durch viele Notenbanken gesenkten Zinsen, die seit 2003 langsam wieder von den Notenbanken wieder angezogen wurden.Trotzdem lag das jährliche Geldmengenwachstum in den letzten Jahren zwischen über 10% pro Jahr (EU, USA, usw.) bis 20% und darüber (Indien, China, Russland ….). Die freizügig Cash zu Niedrigzinsen an die Banken verteilenden Notenbanken wollten überschießende Liquidität, um die große Gefahr eines weltweiten Crahes der Weltwirtschaft als Folge der Dot.com-Internet-Börsenblase einzudämmen.

Schließlich will jeder Politiker, dass nun nicht gerade innerhalb der Wahlperiode der Börsencrash und eine Konjunkturkrise als Katzenjammer
aufgrund vergangener wirtschaftpolitischer Sünden eintritt. Und auch die jeweiligen Notenbankpräsidenten wollen ihre aktuelle Amtsperiode “heil” überstehen, also eine drohende nationale, regionale oder Welt-Wirtschaftskrise auf die nächste Wahlperiode oder auf den Sankt Nimmerleinstag verschieben.

Wie im Faust von Johann Wolfgang Goethe ist aber der Zauberlehrling als Politiker oder Notenbank nicht mehr in der Lage die gerufenen Geister im Zaum zu halten: Künstliche Niedrigzinsen in Japan führ zum Transfer von gigantischen Geldanlagen vom japanischen Yen in Währungen in Hochzinsländern wie Neuseeland, Australien, Großbritannien oder USA. Es sind nicht nur Hedgefonds beteiligt, sondern auch Millionen japanischer Hausfrauen, die ihre Ersparnisse von ihrem Zinsloskonto in Yen in ein von der eigenen Hausbank angebotenes hochverzinsliches Währungskonto in Neuseeland-Dollar, Isländischen Kronen oder Britischen Pfund transferiert haben.

Im aktuellen Carry-Unwind-Spiel bricht nun das Währungsspielcasino vieler Hedgefonds zusammen. Das bedeutet vielfach die völlige Vermögensvernichtung aller Anlagen, die ein Investor im jeweiligen Hedgefonds investiert hatte. Weltwirtschaftlich und für die Börsen noch viel entscheidender ist allerdings die Tatsache, dass die Vermögensverluste der Hedgefonds-Investoren nur einen Bruchteil der tatsächlichen Vermögensverluste ausmachen. Schließlich ist normal geworden, dass die Banken und Versicherungen den Banken etwa das zehn- bis zwanzigfache des Hedgefonds-Investments mit eigenen zinsgünstigen Krediten als Multiplikator für das jeweilige Hedgefonds-Investment getragen haben. Für den Herausgeber des Hedgefonds, der sich neben hoher Eintstands- und Verwaltunsgebühren vom Investor typischerweise rund 20% vom erzielten Jahresgewinn des Fonds abgreift ist das Thema Fondvernichtung eigentlich kein Problem, da die bereits erzielten Profite erhalten bleiben. Viel schlimmer ist, dass jetzt die Banken und Versicherungen in größte Not geraten, die bereit waren, diese Absurditäten des Finanzgeschäfts mit Krediten abzusegnen, die das zehn- bis zwanzigfache der Investitonen betrugen.

Achtung:

Deshalb besteht aktuell weltweit AKUTE GEFAHR, dass weltweit eine Kettenreaktion von Bank- und Versicherungskonkursen wegen Illiquidität und Überspekulation bei Kreditvergaben das gesamte Finanzsystem der globalen Finanzmärkte in Schutt und Asche legen kann.

Deshalb intervenieren derzeit weltweit die Notenbanken mit Billigstverleih von hunderten Milliarden Euro Tagesgeldkrediten binnen weniger Tage, um durch billige Tageskredite in Not geratenen Finanzdienstleistern den Konkurs zu ersparen, um zu vermeiden, dass diese Finanzierungskrisen wiederum weitere Banken oder Versicherungen in einen weltweiten Konkursstrudel reißen!

Wichtiger Investment-Warnhinweis:

Bitte machen Sie sich das Risiko klar, die Sie eventuell bereits mit Banken Investments in Form von sogenannten Aktien-, Turbo-, Währungs, Gold-, Silber, etc. Investment-”Zertifikaten” oder als Festgeldanlagen, usw. eingegangen sind. Ihre jeweilige Bank oder Versicherung garantiert Ihnen nur dann noch die Erlöse und Umwandlung in Cash, wenn die Bank in der jetzt drohenden Liquiditäts- und Finanzkrise nicht selbst schon pleite geht.

Natürlich werden die nationalen Regierungen und Notenbanken alles tun, was in ihrer Macht steht, um eine drohende weltweite Finanzkrise zu verhindern. Können aber die Zauberlehrlinge die aktuelle Krise abwendne, nachdem sie seit Anfang der 80er-Jahre über nun fast dreißig Jahre die Geldmenge per realer virtueller Gelddruckmaschine zur Vermeidung von Finanzkrisen vervielfacht haben?

Vieles spricht dagegen. Grundsätzlich tut Globalisierung der Finanz- und Warenmärkte zwar gut. Wenn aber der US-Dollar als Leitwährung ausgehöhlt und das globale Wirtschaftssystem wesentlich nur noch durch Überkonsumption und Extremverschuldung der US-Amerikaner mit Hypothekenkrediten am Laufen gehalten wird, entstehen Ungleichgewichte, die sich in der Form von Blitz und Donner an den Börsen als Crash Luft verschaffen müssen.

Im Verlauf von Konjiunkturzyklen gibt immer mehr Reiche und Superreiche, die ihr Geld zur Profitmaximierung immer mehr an verschuldete Arme verleihen, um Zinserträge zu erzielen. Es ist im globalen Schuldenmodell mathematisch logisch unausweichlich, dass die Armen, an die immer mehr Geld verliehen wird (beispielsweise in den USA, um über Kredite ohne seriöse Finanzauskunft ein Eigenheim zu kaufen und zugleich noch Cash zum Ausgeen zu erhalten) irgendwann ihre Schulden nicht mehr zurück zahlen können. In der derzeitig vollig überreizten Finanzsituation kann nur ein Finanzcrash die Teilnehmer an den Kapitalmärkten auf die realen finanziellen Gegebenheiten zurückführen. Dass Superreiche danach nur noch reich sind ist für die Weltgeschichte kein Problem. Viel problematischer ist allerdings, dass die durch den Zusammenbruch der Börsenkurse und der Finanzmärkte entstehenden Verwerfungen so schwerwiegend sind, das sie einen globalen konjunkturellen Abwärtsstrudel hervorrufen, der jede Volkswirtschaft mit in die Tiefe reißt – wie der Crash von 1929.

Ausblick:

Mein Großvater war Pfarrer. Als ich noch ein Kind war, erzählte ir mein Vater, dass mein Großvater im Jahr 1923 die in der Kirche bei der Sonntagspredigt gespendeten Geldscheine in Milliarden- und Billiarden Mark nicht auf die Bank brachte, sondern zum Altpapierhändler. Der Altpapierhändler zahlte meinem Großvater als Pfarrer dafür nämlich mehr aus als die Bank, bei dem das Konto der evangelischen Kirchengemeinde geführt wurde.

Machen Sie sich bitte klar, dass sich in den letzten Jahrzehnten international die Geldmenge gegenüber dem realen Produktivitätswachstum der Wirtschaft um ein Vielfaches vermehrt hat. Die so von den Notenbanken verteilten “Geldscheine” sind daher reine Illusion! Solange die Welt noch der Illusion einer beliebigen Vervielfachung von Geld als gedruckte Geldscheine aus Papier oder als virtuelle Währungs-Kontoguthaben vertraut, ist die Welt noch in Ordnung. Je weiter damit Geldmenge und reales Weltvermögen auseinander driften, wird die Nagelprobe gefährdet sein, ob Geld aus Papier oder als Ziffern auf einem virtuellen Konto überhaupt noch existiert und durch reale Wert überhaupt gedeckt ist, oder ob die das Konto führende Bank nicht schon pleite ist!

Natürlich wird in der aktuell sich entfaltenden Finanzkrise – die die weltweiten Sünden seit Anfang der 80er Jahre abarbeiten muss – international jeweils der jeweilige Staat der jeweils insolvenzgefährdeten Banken zur Hilfe eilen. Wie aktuell massiv weltweit in großen Mengen Billigdarlehen an Banken ausgegeben, um deren Liquiditätskrise und Insolvenz zu verhindern und damit auch “Anschlusskonkurse” bei anderen Banken, die diesen Banken wiederum Darlehen gegeben hatten.

Gehen Sie davon aus, dass seit Anfang der 80er Jahre des letzten Jahrhunderts über mehr als 30 Jahre durch Notenbank- und Politiktricks hinausgeschobene Wirtschaftskrisen zur Bereinigung fehlgesteuerter Finanzmärkte jetzt irgendwann schwarze Börsentage und irrationale, panische Märkte im Abwärtsgang bescheren. Langfristig rächen sich die künstlichen Interventionen von Notenbanken oder regierenden Politikern, die ihrem Wählervolk keinen anstehenden wirtschaftlichen Einbruch zumuten wollen, der nach Bereinigung dann wieder zum nächste Aufschwung führen würde. Diese weltweite “Aufschieberitis” führt dazu, dass die kommende Entwicklung der Finanzmärkte umso bedrohlicher wird

Seit über 5000 Jahren sind Gold und Silber die “Fluchtwährungen” in drohenden wirtschaflichen Krisenzeiten. Niemand, vor allem keine papiergedruckte Währung kann diese Sicherheit toppen. Lassen Sie sich durch die derzeit weltweit an den Finanzmärkten entstehenden Liquiditätskrisen nicht verwirren, bei denen derzeit oft Gold und Silber als letzte Liquiditätsreserve gescheiterter Anlagekonzepte auf den Markt geworfen werden!

Um ihre Vermögenswerte zu erhalten, sollten Sie in reales, also physisch verfügbares Gold, Silber oder Platin (Münzen oder Barren) investieren. Seit über 5000 Jahren waren Gold, Silber und Platin immer diejenigen Werte, diedie anderen überlebten, wenn alles andere zugrunde ging.

Überlegen Sie es sich gründlich ob Sie in irgendwelche Gold-, Silber-, Platin- oder “Sonstewas”-Zertifikate der Banken und Broker investieren wollen. Prüfen Sie gründlich die Auflösung solcher Dispositionen, um die Anlagebeträge in physische Edelmetalle zu übertragen. Auch Edelmetall-Zertifikate jeer Art sind in der derzeitigen Krise der Fainanzmärkte aufs Höchste gefährdet!!!

Würden die Notenbanken derzeit nicht massiv per Billigeld-Verleih beim Tagesgeld eingreifen, wären derzeit woöglich schon viele pleite. Im negativen Fall könnten Ihre Zertifikate bei der Bank – speziell die auf Gold, Silber, Platin, usw. – womöglich bald nichts mehr wert seihn, weil die Bank kein Geld mehr hat, Ihre Ansprüche zu befriedigen.

Natürlich werden die jeweiligen Regierungen bzw. Notenbanken zunächst möglichst alle wesentlichen Problemzonen (z.B. die Spargelder der Wähler) ausfinanzieren, damit keine Panik an der Finanzmärkten entsteht. Es ist auch durchaus möglich, dass neue Cashinjektionen der Zentral- und Notenbanken zu Niedrigzinsen die Bubblemoney weiter vermehren und für einige weitere Zeit die Bubble noch weiter aufblasen  können. Wann sich letztlich die Trendwende  im Sinne einer Schuldenbereinigung in einem deflationären oder inflationären Umfeld ereignen wird, kann niemand vorhersagen.

Einige wenden zu recht ein, dass es noch keine Hausfrauenbörse gegeben hat, die doch immer am Ende einer Aktienhausse stehe. Möglicherweise könnte sich die Krise sich auch über plötzlich sehr heftige, schwer kontrollierbare Währungsbewegungen durch die Schuldenkrise der Leitwährung US-Dollar entfalten, ohne dass die Börsen vorher in den allgemeinen Kaufrausch geraten. Warum soll denn immer die hochgeschnellte Börse den Reigen der Kapitalvernichtung in der Krise anführen? So könnten einmal nicht die Aktienbörsen  Auslöser der Krise sein. Die infizieren sich vielleicht eher indirekt über die Geldvernichtung bei den Anleihe-, Währungs- und Derivatemärkten infizieren (höhere Zinsen für Unternehmenskredite, niedrigerer Absatz wegen Konsum- und Investitionszurückhaltung, niedrigere Renditen, weniger Anlagekapital wegen verstärkter Kreditrestriktionen gegenüber Margins bei den Investoren).

Billigflüge über Zuji.com suchen und anderswo buchen

25. Juli 2007

Wer sich schon mit Online-Flugbuchungen herumgeschlagen hat, kennt das Problem: Bei Angabe der Buchungswünsche muss man vorher die Flugtermine festlegen. Danach lässt man suchen und stellt dann meist fest, dass zu den angegebenen Terminen die besonders günstigen Flüge schon ausgebucht sind.

Nun gibt man einen neuen Hinflug- oder Rückflugtermin ein, usw. Eine oft “ewige” Sucherei und dann womöglich noch ohne Erfolg. Hier hilft jetzt folgender Trick, den wir Samuifinder.com entnommen haben:

Schritt 1: Zunächst sucht man über die englische Online-Website Zuji.com die besten Termine für die besten Flugpreise heraus. Über diese Flugsuchmaschine kann man nämlich gleich mit einer Online-Anfrage ganze Zeiträume nach günstigsten Flügen absuchen lassen. Zuji.com ist allerdings eine Website für Singapur mit Preisangaben in Singapur-Dollar. Das macht aber hier nichts: Es geht ja nur darum, den günstigsten Termin für den günstigsten Flug zu finden!

Schritt 2: Gebucht wird dann nicht bei Zuji.com, sondern über eine anderen Online Flugsuchmaschine wie Billigfluege.de, Fly.de oder Fluege.de, usw. oder sogar einem günstigen Reisebüro, das man kennt. Wichtig kann dabei sein, dass man schnell bucht. Im ungünstigen Fall, wenn nur ein Platz vorhanden ist oder gerade zurückgegeben wurde wird nämlich gerade dieser offene Flug von einem anderen Bucher weggeschnappt. Gerade besonders günstigen Flugangeboten ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass auch andere das Schnäppchen erkennen.